Erst die Arbeit, dann das Vergnügen…




so heißt es normalerweise immer, aber…

Ein Hallöchen mal wieder von der Insel.

Lang ist es her, dass wir unseren letzten Artikel geschrieben hatten, aber hier kommt nun mit viel Verspätung das Neuste.

Uns geht es immer noch gut auf der Insel und wir genießen jeden Tag, den wir hier verbringen dürfen. So einiges ist passiert in den letzten Wochen.

Wir waren, wie schon die Zeit davor, wieder recht oft tauchen und haben ein paar (für uns) neue Dinge ausprobiert. Es gibt in Curacao einige sehr schöne Tauchplätze, die man vom Land aus kaum erreichen kann. Entweder müsste man sehr weit marschieren, mit dem ganzen Gerödel auf dem Rücken, oder der Abstieg am Ufer ist kaum zu bewältigen. An manchen Stellen kommt man zwar gut ins Wasser indem man einfach vom Felsen runter springt, aber da kommt man dann nicht mehr hoch… Also alles viel zu kompliziert und teilweise nicht machbar. Nun hatten wir die Idee es doch mal mit unserem Boot zu versuchen. Wir haben alles gut verstaut und sind dann mal los getuckert. Die See war ruhig, da konnte man doch mit gut 40 km/h an den Tauchplatz rauschen. Natürlich haben wir uns gleich den vorgenommen, wo man vom Land aus gar keine Chance hat.

Der Tauchplatz nennt sich Watamula und liegt am äußersten Zipfel der Insel, ganz im Westen. Normalerweise ist die See in diesem Bereich schon recht rau und nicht immer ist es möglich dort zu tauchen. Wir hatten aber Glück, es gab kaum Wellen. Also schnell Boot an der Boje festgemacht und Ausrüstung zusammengebaut und ab gings…

Das Riff ist wunderschön und sehr vielfältig. Man sieht sehr gut, dass hier nicht viele Taucher vorbeikommen. Alles noch gut intakt, kaum Beschädigungen und sogar die Rotfeuerfische haben uns neugierig begrüßt. Sie fanden die Harpune sehr spannend und man könnte meinen sie wollten sich diese anschauen. Da war es natürlich ein Leichtes diese Fische zu fangen. Unsere Behälter waren recht voll nach diesem Tauchgang.

So war für uns der Bootstauchgang mit vielen schönen Eindrücken und es hat sehr viel Spaß gemacht. Danach folgten natürlich einige Tauchgänge, die wir vom Boot aus gemacht haben. Sämtliche Tauchplätze haben wir inzwischen erforscht.

In Zukunft sind wir nun noch flexibler was das Tauchen betrifft. Seit dieser Woche haben wir endlich unsere eigenen Tauchflaschen. Damit spart man sich noch mehr Kosten und die Wege zu den Tauchbasen. Füllstationen gibt es bei uns in der Nähe. Besonders Nachttauchgänge sind so ganz einfach zu handhaben, oder wenn man ganz spontan mal schnell abtauchen will.

Wir hatten aber auch ein paar Urlauber, die sich gerne die Insel von See aus anschauen wollten. Natürlich haben wir mit ihnen Bootsausflüge der Küste entlang gemacht. Es gibt ein paar schöne Schnorchelplätze wo man nicht so einfach hinkommt, von See aus jedoch ist es ganz einfach. Zum Beispiel die Blaue Grotte. Wenn man nicht weiß wo diese ist, findet man es auch nicht von See aus. Der Spalt in die Grotte hinein ist gerade 15 – 20 cm oberhalb der Wasserlinie so, dass man normalerweise durchtauchen muss, um da hineinzukommen. Hier ein Foto mit dem Eingang in die Höhle, von außen kaum zu erkennen.

Blue Room Curacao

Ist man aber in der Höhle drin, so hat man ein beeindruckendes Farbenspiel. Besonders Nachmittags, wenn die Sonne auf die Felsen vor der Höhle strahlt.
Die Höhle ist innen etwa 15 Meter breit und im hinteren Bereich ist ein großer Stein, auf dem man bequem stehen kann. Somit muss man sich nicht über Wasser halten und kann die Fische beobachten. Da es in der Höhle etwas dunkel ist, leuchtet das Wasser vor der Höhle in den tollsten Farben. Durch das klare Wasser sieht man auch bis zum sandigen Untergrund. Für Schnorchler ist das immer wieder ein Erlebnis. Fast bei jeder Bootstour legen wir dort einen Badestop ein, um diese Höhle zu erforschen.Aber es gibt hier auch winzig kleine Strände, die nur bei Ebbe vorhanden sind. Bei Flut sind sie komplett überschwemmt. Obwohl wir hier nur wenige Zentimeter Tidenhub haben, so reicht es doch aus für diese kleinen Strandversteckspiele.Dann hatten wir auch wieder Touristen, die Wakeboard fahren ausprobiert haben. Die 11 Jährige Hanna hat es mal wieder allen gezeigt wie man sowas macht. Beim 2ten Versuch stand sie auf dem Brett als ob sie es schon immer so gemacht hat. Wir haben dann einige Runden gedreht, bis sie müde war 🙂 Es war ein Riesenspaß für alle, das glückliche Strahlen zu sehen. Das sind dann auch für uns Tage bzw. Ausflüge die besonders viel Spaß machen. So war es auch an diesem Tag, vor lauter Freude haben wir natürlich mal wieder die Kamera vergessen.Aber es gibt auch in der Karibik andere Tage. So haben wir nun auch wieder mal ein kleines Problemchen. Das Boot ist im Moment nicht einsatzbereit, weil der Trailer (Anhänger) zusammengerostet ist, besser gesagt die Achsen. Obwohl es einer für Salzwasser ist, so ist es trotz dem so passiert. Gerade noch rechtzeitig haben wir es gemerkt, denn nachdem wir die Achsen ausgebaut hatten, konnte man die eine Achse von Hand zusammenklappen 🙂 Lange hätte das sicher nicht mehr gehalten.

Damit wären wir wieder bei der Überschrift… nur ist es diesmal ein wenig andersrum. Wir hatten viele Monate viel Vergnügen, nun ist ein wenig Arbeit angesagt. Wir haben den Trailer samt Boot aufgebockt und die Achsen ausgebaut. Jetzt warten wir auf neue Achsen aus USA.

Nun, inzwischen hatten wir auch ein wenig Prominenz auf der Insel. Wie jeder sicher mitbekommen hat, war Dieter Bohlen und die von Tokio Hotel hier um für DSDS zu drehen. Angetroffen haben wir sie nicht, aber das macht auch nichts. An einem Tag war der Strand „Porto Mari“ gesperrt, wo gedreht wurde. An einem anderen Tag war es dann die Pontonbrücke (Koningin Emmabrug) in Willemstad gesperrt. Die anderen Dreharbeiten wurden, soweit wir informiert sind, am Strand des Avila Hotels gedreht, wo sie untergebracht waren.

Aber inzwischen ist wieder der normale Alltag auch hier auf der Insel eingekehrt. Man merkt, dass wieder viele Urlauber auf die Insel kommen. Die Kreuzfahrtschiffe kommen auch gleich mehrere an einem Tag. Da passiert es immer wieder, dass bis zu 5 Schiffe hier in Curacao anlegen und mehr als 10.000 Menschen die Stadtmitte überlaufen.
Aber auch viele Ferienunterkünfte füllen sich. Scheint so, dass viele der kalten Jahreszeit in Europa entfliehen wollen um noch ein wenig Sonne tanken. Auch bei uns im Villapark ist wieder viel mehr Leben. Manche Wochen trifft man hier kaum jemanden, ausser die wenigen Bauarbeiter. So wie wir informiert sind, sollen in wenigen Tagen noch einige hier eintreffen. Da wird es dann wieder recht lebendig hier 🙂

Ich habe mir mal das Bild von Bea Moedt kopiert um euch diese wunderbare Luftaufnahme zu zeigen. Hier sind 4 Kreuzfahrtschiffe zu sehen.
Willemstad, Curacao

So, ich glaube das wars dann für dieses mal.
Wir werden wieder berichten wenn es wieder etwas zu berichten gibt.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Artikel
Sonnige Grüße
Irina & Paul

 




Ein Gedanke zu „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen…

  1. Hallo ihr Lieben,

    ihr habt mich aber lange auf einen neuen Bericht warten lassen :-).
    Ich werden den Gedanken nicht los die Insel und euch mal zu besuchen. Wenn wir gesund und am Leben bleiben will ich das auf jeden Fall mal in die Tat umsetzen. Wenn ich das Bild von Bea Moedt anschaue sehe ich schon tolle Strecken zum joggen :-). Macht weiter so.

    LG
    Robert

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